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Warum Winterreifen?

Aktuelles, 19.10.15

Am 01. November beginnt österreichweit die Winterreifenpflicht und manch einer hat sich vielleicht schon immer gefragt, warum es so wichtig ist, sein Fahrzeug spätestens dann mit Winterreifen zu versorgen. Entgegen der weitläufigen Annahme einiger Autofahrer, sind Winterreifen nicht nur in schneereichen Gebieten nötig. Denn schon für Temperaturen unter 7°C ist die Gummimischung von Sommerreifen nicht elastisch genug und sie liefern keine ausreichende Bodenhaftung mehr. In diesem Fall spielt es keine Rolle, ob die Straße noch dazu vereist oder nass ist, schon bei einer trockenen Fahrbahn verlängert sich der Bremsweg um entscheidende Meter.

Damit auch bei kalten Temperaturen und einer nassen Fahrbahn die Kraft optimal auf die Straße übertragen werden kann, wurden Winterreifen entwickelt. Auf den ersten Blick erkennt man sie daran, dass sie ein tieferes und anders geformtes Profil haben. Für optimale Fahrsicherheit sollte die Profiltiefe ca 4mm betragen. Die besondere Form des Profils leitet Wasser rasch an die Seiten ab, sodass der Reifen ideal mit dem Untergrund verbunden bleibt. Zusätzlich verfügen die Reifen über ein spezielles Lamellenprofil. Dadurch können sich die Reifen auf losem Untergrund, wie beispielsweise Schnee, noch zusätzlich verzahnen und die Bodenhaftung ist verbessert. Der wichtigste Bestandteil von Winterreifen ist jedoch etwas ganz anderes, gut versteckt in der Zusammensetzung des Materials. Das Geheimnis liegt in der Gummimischung, die bei Winterreifen einen größeren Anteil Naturkautschuk enthält und dadurch elastischer ist. Bei kalten Temperaturen ist deshalb die Bodenhaftung deutlich besser und die Kraft kann optimal auf die Straße übertragen werden. Neben Verbesserungen beim Verbrauch und Fahrgefühl wird vor allem der Bremsweg um wichtige Meter verkürzt.

Aber halt, wer jetzt plant, bei all den tollen Eigenschaften seine Winterreifen das ganze Jahr zu verwenden, sollte das noch einmal überdenken. Winterreifen sind in ihrer Zusammensetzung speziell auf kalte Temperaturen und eine nasse Fahrbahn optimiert, bei höheren Temperaturen ist die weichere Mischung aber keineswegs von Vorteil. Im Gegenteil, Sommerreifen bieten bei Temperaturen über 7°C einen deutlich kürzeren Bremsweg, bessere Beschleunigung und einen niedrigeren Verbrauch. Bei falschem Einsatz ist also auch ein guter Reifen kein Garant für Sicherheit.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Winterreifen haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Deshalb sollte jedes Jahr die Profiltiefe überprüft und die Reifen in jedem Fall nach spätestens 6 Jahren ersetzt werden. Nach dieser Zeit ist die Gummimischung verhärtet und hat ihre besonderen Hafteigenschaften verloren.


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