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Teil 2: was macht ein Elektro- oder Hybridauto aus?

Aktuelles, 27.04.17

Im ersten Teil unserer Serie rund um das Thema Elektroauto und Hybridauto haben wir uns zB mit den grundlegenden Unterschieden zwischen den einzelnen Antriebsarten beschäftigt, uns gefragt ob und wann sich eine Anschaffung auszahlt und wie es um das Thema Batterie steht.

Heute starten wir in den zweiten Teil unserer Elektro-/Hybrid-Auto Serie.

 

Was man über Elektroautos und Hybridautos wissen muss

 

Wie sieht es mit dem Recycling der Autobatterie aus?

Erstmal ist klar, dass jede Batterie, ganz unabhängig von ihrem Einsatzort und -zweck irgendwann nicht mehr ihre volle Leistung bringen kann und getauscht werden muss. Davon hängt die Einsatzbereitschaft des Wagens ab und damit auch dessen Wert. (Über das Thema Batterie und etwa auch Wiederverkaufswert eines Elektroautos haben wir bereits im ersten Teil unserer Serie geschrieben.)

Wenn es um die Entsorgung der Batterie geht so kann diese - ganz wie bei der Batterie von Autos mit Verbrennungsmotor - nicht einfach im Hausmüll entsorgt werden. Sie muss von einer Fachwerkstatt ausgebaut und dann dem Recycling zugeführt werden.

Damit die darin enthaltenen Rohstoffe nicht einfach verrotten hat Mercedes-Benz zusammen mit Lieferanten und Entsorgungspartnern innovative Recyclingkonzepte entwickelt, die eine hochwertige Wiedergewinnung der wertvollen Bauteile bzw. Inhaltsstoffe ermöglichen. Das dazugehörige Forschungsprojekt heißt „LiBRi“ und steht für „Lithium-Ionen Batterierecycling Initiative“.

 

Wirken sich besonders kalte oder warme Temperaturen negativ auf die Leistung der Batterie aus?

Bei sehr hohen oder sehr tiefen Außentemperaturen kann es zu Leistungseinschränkungen abhängig vom Ladezustand der Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie kommen. Die Mercedes-Benz Elektrofahrzeuge verfügen allerdings über eine Batterie-Heizung und Batterie-Kühlung, was den Betrieb in einem sehr breiten Temperaturfenster möglich. Mehr über Elektromotoren lesen Sie bei Mercedes-Benz.

 

Das mit dem Anstecken des Wagens an die Ladestation ist mir zu mühsam. Gibt es nicht schon das induktive Laden des Fahrzeugs?

Grundsätzlich kann ein Elektrofahrzeug an jede normale Haushaltssteckdose angeschlossen werden. Wer deutlich schnellere Ladezeiten benötigt oder wünscht kann auf die Mercedes-Benz Wallbox zurückgreifen, die eine Ladeleistung von bis zu 22kW ermöglicht und aufgrund ihrer Sicherheitsfeatures außerdem für einen verlässlichen Ladevorgang sorgt. Das Aufladen von Elektrofahrzeugen funktioniert an öffentlichen oder halb öffentlichen Ladestationen in Parkhäusern oder auf Park & Ride-Plätzen ebenfalls sehr schnell.

Wer das rein kontaktlose Laden eines Wagens wünscht wird sich noch ein wenig gedulden müssen. Denn einerseits fehlt es derzeit noch an entsprechender Infrastruktur. Andererseits wird noch an den entsprechenden Modellen und Technologien in Fahrzeugen gearbeitet und getestet. Die gute Nachricht ist, dass es nicht mehr lange dauern wird bis das rein kabellose Aufladen von Fahrzeugen marktreif wird. So wird zB in Wien an einer eigenen „Tankstation“ für Elektrofahrzeuge gearbeitet - dem Tower of Power - die neben kabelgebundenen Lademöglichkeiten auch auf induktives Laden setzen wird.

Mercedes-Benz erprobt gleichzeitig die „unplugged“-Technologie für die Zukunft mit dem S 500 e. (Stromverbrauch des S-Klasse 500 e Langversion im kombinierten Testzyklus: ab 15,5 kWh/100 km; Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,8 l/100 km; CO2 -Emissionen kombiniert: 65 g/km.)

 

Für den täglichen Bedarf funktioniert das Elektroauto gut. Doch wenn ich auf Urlaub fahren will, geht sich das mit der Reichweite nicht aus. Was soll ich da tun?

An dieser Stelle offenbart sich die größte Angst der zukünftigen Elektroauto-Besitzer: Wir weit komme ich wirklich mit meinem Auto? Und wir müssen zugeben, wir können diese Angst verstehen. Denn die Reichweite ist ein entscheidendes Kriterium bei der Kaufentscheidung.
Die Wahrheit ist aber die, dass wir im täglichen Bedarf - und hier sprechen wir vor allem über die Nutzung in Ballungszentren - sehr gut mit einem Elektroauto auskommen können. Wer etwa mit einer Mercedes B-Klasse Electric Drive unterwegs ist, die sich als Premium-Antwort auf die elektrischen Herausforderer und Hybrid-Auto-Vorreiter Toyota oder auch den direkten Mitbewerb BMW i3 und den eGolf von VW positioniert, kann mit ein wenig Planung ohne Probleme wahrscheinlich 90 Prozent der Fahrten eines Jahres ganz ohne Angstzustände abspulen.

Die großen Urlaubsfahrten, so sie nicht entlang einer gut ausgebauten Strecke mit vielen E-Lade-Stationen liegen, sind damit jedoch nicht ohne große Umstände möglich. Da heißt es dann in den Urlaub fliegen, ein Bahnticket lösen oder für den beschränkten Zeitraum einen Wagen ausborgen.

 

Wie sieht es mit der Gesamt-Ökobilanz der Fahrzeuge aus? Ist ein Hybridauto oder ein Elektroauto wirklich umweltfreundlicher unterwegs als zB ein BlueTEC Diesel?

Die Beantwortung dieser Frage hängt stark mit dem Fahrer des jeweiligen Fahrzeugs zusammen. So wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, die je nach Lenker, dessen Fahrstil und Nutzung/Wartung des Wagens mal mehr, mal weniger verbrauchen, sieht auch die Ökobilanz der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben aus. Wer öfter und beherzt aufs Gas steigt, sich nicht um die regelmäßige Wartung des Wagens kümmert und ständig alle Nebenverbraucher eingeschalten hat wird immer mehr verbrauchen. Das ist klar.

 

Wie umweltfreundlich das Fahrzeug tatsächlich genutzt wird, hängt abseits vom Fahrverhalten auch vom vom Lade-Verhalten des Fahrers ab. Ein häufiges Laden nach kurzen Strecken (<30km) erhöht den Gesamtanteil, der mit einem Plug-in-Hybrid - etwa dem C 350e oder dem GLE 500 e von MercedesBenz —  tatsächlich emissionsfrei zurücklegt werden kann.

Es ist natürlich auch relevant, welchen Strom das Fahrzeug lädt. Wenn tatsächlich „grüner“ Strom geladen wird, unterstützt das die Gesamt-Ökobilanz. (Alle öffentlichen Ladestationen werden in der Regel mit Grünstrom versorgt.) Wer sich Hybrid oder Elektrowagen besorgt, sollte deshalb auch darüber nachdenken und auch im privaten Haushalt ist einen umweltbewussteren Stromvertrag abzuschließen oder sich eine Photovoltaik-Anlage installieren zu lassen. (In der Regel funktioniert ein Wechsel zu Ökostrom relativ reibungslos auch übers Internet. Die Photovoltaik-Anlage ist naturgemäß aufwändiger, sorgt aber gleichzeitig für eine autarke Stromzufuhr.)

 

Wenn also die extrem leistungsfähige Lithium-Ionen-Hochvolt-Batterie mit Strom aus regenerativer Energie aufgeladen wird, ist jeder Kilometer, der in weiterer Folge bewältigt wird, ein wertvoller Beitrag für den Klima- und Umweltschutz. Wer ein Elektro/Hybrid-Auto besitzt, gleichzeitig aber  nicht umdenkt und nicht vorausschauend fährt und lädt oder etwa seinen Strom aus Nicht-umweltfreundlichen Quellen bezieht, der ist in der Ökobilanz ziemlich sicher nicht besser unterwegs.

 

 

 

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