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Die Zukunft des Diesel Motors

Reportagen, 25.02.20

Dieselautos haben in Österreich einen traditionell hohen Anteil. Und das aus gutem Grund: schließlich verbrauchen Diesel etwa 15 bis 20 Prozent weniger Kraftstoff als vergleichbare Benziner und sind somit vor allem im Langstreckenbetrieb verbrauchseffiziente Begleiter. Die kontroverse Diskussion der vergangenen Jahre und Androhungen von Fahrverboten alter Dieselfahrzeuge haben allerdings dazu beigetragen, dass das positive Image des Dieselantriebs massiv leiden musste und eine gewisse Unsicherheit entstand. Wie sieht also die Zukunft des Diesel aus? 

 

Diesel: warum auch in Zukunft ein Antriebs-Mix wichtig ist

Daimler sieht ganz klar auch in Zukunft die Notwendigkeit eines Antriebs-Mixes, also auch die Weiterführung von Dieselmotoren. Der Dieselmotor hilft, die Grenzwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen einzuhalten. Warum? Er verbrennt effizienter als ein vergleichbarer Benziner und stößt bis zu 15 Prozent weniger CO2 aus. Mit steigender Fahrzeugklasse nehmen die CO2-Vorteile sogar noch zu. Somit ist die Verbesserung des Dieselantriebs mittelfristig ein wirksamer Hebel zur Erreichung der Klimaziele durch weniger CO2. Auch den Ausstoß von Stickoxiden hat man durch den Einsatz von intelligenter Stickoxidreinigung technisch gelöst. Durch die ordentliche Nachbehandlung der Abgase ist ein Dieselmotor somit genauso sauber wie ein Benzinmotor. Mercedes-Benz wurde hier sogar mit seinem Motor OM 654 mit dem Ferdinand Porsche Preis ausgezeichnet. 

 

Neue Motorentechnik: NOx-Emissionen gehen zurück

In den vergangenen Monaten und Jahren wurden des öfteren die Unterschiede zwischen Labor- und Straßenmessungen im Schadstoffausstoß von Diesel-Fahrzeugen thematisiert und warfen einige Fragen auf. Dabei entstand mitunter der Eindruck, dass die Stickoxid (NOx) Belastung in Deutschland und Österreich auf einem Rekordhoch sei. Tatsächlich ist seit 1990 die Belastung durch den Verkehr laut deutschem Umweltbundesamt um mehr als 70 Prozent gesunken - trotz erheblich gewachsenem Verkehrsaufkommen. Die Einführung des Partikelfilters trug zur deutlichen Verringerung motorbedingter Feinstaub-Emissionen bei. Bei Mercedes sind Dieselpartikelfilter seit 2005 Serienausstattung, bei den Benzinern sind ebenfalls seit 2018 so gut wie alle Modelle mit einem Ottopartikelfilter ausgestattet. 

 

Konsequente Weiterentwicklung der Dieselmotoren

Mercedes-Benz bietet die entscheidenden Innovationen in der Weiterentwicklung der Diesel-Technologie bereits seit 2016 in Serie: So wurde mit dem Vierzylinder Dieselmotor OM 654 etwa die Kombination aus motornaher Abgasnachbehandlung, Stufenmulden-Brennverfahren und einer weiterentwickelten Mehrwege-Abgasrückführung bereits im April 2016 in der E-Klasse eingeführt. Seit diesem Zeitpunkt stellt Daimler sein Produktportfolio konsequent auf die neue Dieselmotoren-Generation um von der Kompaktklasse bis zur Oberklasse

 

Elektrifizierung: Diesel als Plug-in Hybrid 

 

Eine zweite Dimension neben der Verbesserung des Verbrennungsmotors, um deutlich weniger Emissionen zu erreichen, ist es natürlich möglichst gar keine lokalen Emissionen zu erreichen. Hier kommt das Thema Elektromobilität und Plug-in Hybride ins Spiel. Daimler treibt die Transformation zur emissionsfreien Mobilität mit Nachdruck voran und peilt bis 2030 mehr als die Hälfte des Pkw-Absatzes mit Plug-in Hybriden oder rein elektrischen Fahrzeugen an. Bis 2039 soll die Neuwagenflotte von Mercedes-Benz dann CO2-neutral werden. 

 

Plug-in Hybride sind bei Daimler eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg in die lokal emissionfreie Zukunft. Der Vorteil liegt auf der Hand: in der Stadt kann man sich rein elektrisch fortbewegen, auf Langstrecken profitiert man von der Reichweite des Verbrennungsmotors. Anders als andere Hersteller setzt Daimler dabei aber nicht nur auf die Kombination von Benzin- und Elektromotor, sondern auch auf die Kombination Diesel und Elektro. Plug-in-Hybride machen das Fahrzeug insgesamt effizienter, weil sie einerseits Energie beim Bremsen rekuperieren und andererseits den Verbrennungsmotor in günstigen Betriebspunkten fahren lassen können. Die intelligente, streckenbasierte Betriebsstrategie berücksichtigt unter anderem Navigationsdaten, Topografie, Geschwindigkeitsvorschriften und die Verkehrsverhältnisse für die gesamte geplante Route.

 

Mercedes-Benz GLE 350 de 4MATIC: neuer Reichweitensprung

Bislang gibt es von Mercedes-Benz für die C- und E-Klasse sowie für den neuen GLE einen Diesel Plug-in Hybrid. Mercedes hat hierbei erstmals seinen modernsten Dieselmotor mit einem extern aufladbaren Hybridsystem vereint. Der Verbund aus dem neuen Vierzylinder-Dieselmotor OM 654 mit dem 9-Gang-Hybridgetriebe 9G-TRONIC der jüngsten Generation verspricht, das Erlebnis lokal emissionsfreier Mobilität zu steigern und zugleich emotionalen Fahrspaß zu bieten. Jüngstes Beispiel ist der neue Mercedes-Benz GLE 350 de 4MATIC (Kraftstoffverbrauch gewichtet 1,1 l/100 km, CO2-Emissionen gewichtet 29 g/km, Stromverbrauch gewichtet 25,4 kWh/100 km), der mit einer bereits deutlich größeren Reichweite von etwa 100 km aufwartet. Durch einen speziellen Rohbau des Heckwagens und eine modifizierte Hinterachse wurde Raum für eine große Batterie geschaffen. Der Kofferraum bietet dabei - was bislang mitunter ein Hindernis für Hybrid-Interessente war - ein äußerst großzügiges Kofferraumvolumen, da es aufgrund der intelligenten Batterieverbauung keine platzeinschränkende Stufe gibt. Der GLE 350 de ist das größte Mitglied der EQ Power Familie und profitiert besonders vom aktuellen Stand der Technik. Dazu gehört auch ein hohes Potenzial durch die Möglichkeit zur Rekuperation über alle vier Räder mit einem einhergehenden maximalen Rekuperationsmoment von 1.800 Nm. In diesem Modus können die meisten Fahrsituationen durch die alleinige Bedienung des Fahrpedals kontrolliert werden. Einen Bestwert setzt die Anhängelast, die bis zu 3.500 kg betragen darf. 


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